#22 // Tan Sensible // Sandra Valdés García

Vitrine Blanche #22 // Tan Sansible // Sandra Valdés García
Kuratorin : Honorine Bergé

Sandra Valdés García (Madrid, Spanien) definiert ihre künstlerische Arbeit als visuelle Poesie. Sie experimentiert und mischt Video, Fotografie und Skulptur, um Installationen und konzeptionelle Kunstwerke zu schaffen.  Valdés García, die in der Kunstszene Berlins und Europas aktiv ist, präsentierte ihre Arbeiten im Juni 2016 in einer Gemeinschaftsausstellung im Kulturzentrum Isabel de Farnesio in Aranjuez und arbeitete mit Künstlern wie Iraida Cano im Jahr 2016 und Jörg Plickat im Jahr 2014 zusammen.

Flüchtig: flüchtig, sehr kurzlebig, vergänglich, vorübergehend, kurzlebig, kurzlebig, kurz, kurz, kurz, kurz, flüchtig, vorübergehend, vergänglich, kurzfristig

TAN SENSIBLE (übersetzt: so empfindlich), entsteht durch Zufall aus der Beobachtung. Valdés García ist sich der subtilen und praktisch unmerklichen Veränderungen bewusst und erklärt den Beginn ihres Projekts: „Eines Tages, als ich mir die mit meinem Handy aufgenommenen Fotos ansah, bemerkte ich, dass ich in den letzten zwei Jahren unbewusst das Gebäude vor meinem Zimmer von meinem Fenster aus fotografierte. Deshalb entschied ich mich, ihm Leben einzuhauchen und ein Instagramm-Profil zu erstellen, in dem ich fast täglich ein Bild von diesem Gebäude in der Malplaquetstraße, 13347 Wedding“, veröffentliche.

Draußen ausgestellt, bleiben die Fotos des Gebäudes der Malplaquetstraße dort, wo sie hingehören: auf der Straße!

Eröffnung 14. Juni 2019 – 10. Juli 2019

@tansensible

#21 // Intervention by Eli Cornejo

Vitrine Blanche #21 // The eye adapts so quickly that change is imperceptible. Intervention by Eli Cornejo
Kuratorin: Stephanie Fenner

Die Natur ist der große Meister für alle unsere Lernprozesse. Es drückt sich im Laufe des Jahres aus und zeigt uns die Freude an der Annahme und das Verständnis, dass wir keine Kontrolle über etwas haben. So wie Rituale in verschiedenen Phasen stattfinden, manifestieren sich die vier Jahreszeiten, so dass wir jedes Mal tief in uns selbst eindringen können, um dieses Wissen zu erlangen, das gegenwärtig ist und ignoriert wird.

Die Entwicklung der riesigen Metropole wendet sich von diesen Prozessen ab und lässt uns glauben, dass wir keine Natur sind, dass wir etwas anderes sind oder von woanders kommen. Die Unsichtbarkeit der Zyklen – ob wir sie nun sehen oder nicht, sie geschehen immer wieder. Die Besessenheit, die Natur zu beobachten, zu versuchen, ihre Sprache zu sprechen, sich von unserer gleichen Essenz zu verbinden, die Notwendigkeit, uns selbst zu beobachten, uns selbst besser zu verstehen, um sich mit anderen zu verbinden.

Nur beobachten. Keine Beschriftung. Alles fließen und gehen lassen.

„Das Auge passt sich vom Papier bis zu schwarzen Schlackenspuren so schnell an, dass Veränderungen nicht wahrnehmbar sind.“

Eli Cornejo (*1981, Argentina) – Lebt und arbeitet in Berlin.

Arbeitet in den Bereichen Fotografie (hauptsächlich analog), mit einer Vorliebe für Collage und Video, wobei sie ihre Praxis auf die selbstreferenzielle Dokumentation als Schlüsselinstrument zum Studium, Verstehen und Eingreifen in ihre unmittelbare Umgebung konzentriert. Sie war Residentin bei The Pajama Factory (USA) und () Parenthesis Space Parenthesis (Frankreich-Slowenien-Deutschland). Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Galerien und Kulturräumen gezeigt, darunter in Wolterholme Projects (Liverpool, UK), Stattberlin (Berlin, Deutschland), Hilbert Raum (Berlin, Deutschland), Bricks Gallery (Hamburg, Deutschland), Fiebre Galeria (Buenos Aires, Argentinien), Rare Tempo (Denver, USA) und MMCA (Barcelona, Spanien).

Als Kulturmanagerin ist sie an der Produktion und Kuratierung ihrer Projekte The Berta ART Raffle und Photo Club Berlin beteiligt. Im Jahr 2013 gründete er zusammen mit dem Künstler Juan Arata das Duo Arnejo Corata, seit 2016 Mitglied von Hilbert Raum, einem unabhängigen, nicht-kommerziellen, künstlerisch geführten Projektraum in Berlin.

http://www.elicornejo.com/
Instagram: @_elicornejo

Eröffnung 16. Mai 2019 – 12. Juni 2019

#20 // Foam // Christina Mandilari

Vitrine Blanche #20 // Foam // Christina Mandilari
Kuratorin : Honorine Bergé

Christina Mandilari ist Projektkoordinatorin und Designerin aus Griechenland mit Sitz in Berlin. Seit einigen Jahren arbeitet sie für die freie Kunstszene in Berlin und koordiniert verschiedene Aktivitäten. Ihre Interessen konzentrieren sich darauf, wie Kunst zu den Gesellschaften von heute beitragen kann, indem sie die Mentalität der Menschen und die Wahrnehmung unserer Umwelt positiv verändert und auf ökologische und humanitäre Fragen hinweist. Inzwischen arbeitet sie als Mixed-Media-Künstlerin und kombiniert Maltechniken mit digitalen Werkzeugen und Textildesign. Mit ihren Drucken möchte sie Oberflächen komponieren, die an natürliche Elemente erinnern. Jedes ihrer Entwürfe ist eine Erzählung, ein Zoom in irdische Mineralien und Texturen.

Foam ist eine Mischung aus Wasser, Seife und Farbe, die zu einem großformatigen Druck kombiniert und bearbeitet wird. Ziel dieses experimentellen Prozesses ist es, dem Bild den Eindruck einer texturierten Oberfläche zu vermitteln, wie sie in der Natur vorkommt, indem man Aquarelltechniken anwendet und den Schaum auf dem Papier abfärbt, während die blockierte Luft aus dem Schaum entweicht.

Eröffnung 18. April 2019 – 15. Mai 2019

 

#19 // Jardin Éternel – Empreinte Végétale // Anaëlle Blayo

Vitrine Blanche #19 // Jardin Éternel – Empreinte Végétale // Anaëlle Blayo
Curator : Honorine Bergé

Anaëlle Blayo is a french object and textile designer based in France. Her practice is oriented on Care design. In 2017, Anaëlle wrote a thesis entitled Le Care de l’ordinaire (The Care of the ordinary). This great work of research and analyze allowed her to acquire advanced and solid knowledge on the subject.
She is now developing various projects around the need to bring care and attention back into our daily routines. This approach leads her to combine design and the virtues of nature to create a range of objects that are graphic, sensitive and sustainable.

Jardin Éternel
This project comes from the story of a woman named Augustine. This old lady has been living for thirty years in a little town in France. This place was her backdrop, especially her garden. Since she left her beloved house, the thing she is missing the most is to look through the window to see her garden. The purpose of Jardin Éternel is to bring a little bit of a garden back inside the house.

Empreinte Végétale (Vernissage special)
« Giving consideration and existence to ills is the beginning of healing. Decorating the body with botanical remedies becomes a therapy ».  With Anaëlle’s work, tattoo is a way to symbolically heal bodies and minds damaged by diseases. Resulting from researches on medicinal plants and flowers, the project proposes a series of 9 tattoos in a minimalist style.

Opening 23. March 2019 – 17. April 2019

https://www.anaelleblayo.com/
@anaelleblayo.design

#19 // Jardin Éternel – Empreinte Végétale // Anaëlle Blayo

Vitrine Blanche #19 // Jardin Éternel – Empreinte Végétale // Anaëlle Blayo
Kuratorin: Honorine Bergé

Anaëlle Blayo ist eine französische Objekt- und Textildesignerin mit Sitz in Frankreich. Ihre Praxis ist auf Care Design ausgerichtet. Im Jahr 2017 schrieb Anaëlle Le Care de l’ordinaire (Die Pflege des Gewöhnlichen). Diese großartige Arbeit der Forschung und Analyse ermöglichte es ihr, sich ein fortgeschrittenes und solides Wissen über das Thema anzueignen.

Sie entwickelt derzeit verschiedene Projekte rund um die Care und Attention um diese wieder in unseren Alltag zu bringen. Dieser Ansatz führt sie dazu, Design und die Vorzüge der Natur zu kombinieren, um eine Reihe von Objekten zu schaffen, die grafisch, sensibel und nachhaltig sind.

Jardin Éternel
Dieses Projekt stammt aus der Geschichte einer Frau namens Augustine. Diese ältere Dame lebt seit dreißig Jahren in einer kleinen Stadt in Frankreich. Ihr Haus war ihr Wahrzeichen, besonders ihr Garten. Seit sie ihr geliebtes Haus verlassen hat, fehlt ihr am meisten der Blick durch das Fenster, um ihren Garten zu sehen. Der Zweck von Jardin Éternel ist es, den Garten wieder ins Haus zu bringen.

Empreinte Végétale (Vernissage Spezial)
Den Übeln Rücksicht und Existenz zu geben, ist ein Anfang der Heilung. Die Dekoration des Körpers mit botanischen Mitteln wird zur Therapie. Mit Anaëlle’s Arbeit ist Tattoo eine Möglichkeit, symbolisch Körper und Geist zu heilen, die durch Krankheiten geschädigt sind. Ausgehend von Forschungen über Heilpflanzen und Blumen schlägt das Projekt eine Serie von 9 Tattoos in einem minimalistischen Stil vor.

Eröffnung 23. März 2019 – 17. April 2019

https://www.anaelleblayo.com/
@anaelleblayo.design

#18 // News From Home // Anne Fehres & Luke Conroy

Vitrine Blanche #18 // News From Home // Anne Fehres and Luke Conroy
Kuratorin: Honorine Bergé


NEWS FROM HOME
ist eine Zusammenarbeit zwischen der Dokumentarfilmerin und bildenden Künstlerin Anne Fehres (Niederlande) und dem bildenden Künstler und Soziologen Luke Conroy (Australien). Das Projekt untersucht die Menschen, Geschichten und Orte, die außerhalb des „touristischen Blicks“ auf das Ikonische existieren.

« Die sechste Collage in der Vitrine wurden während einer zweimonatigen Residenz in Wedding fertiggestellt. Jedes Stück kombiniert über 50 Bilder, die während unser Aufenthalts entstanden sind. Diese Bilder wurden digital neu komponiert, um Szenen zu schaffen, die die Menschen, Geschichten und Orte illustrieren, die wir während unserer Zeit in Wedding für faszinierend befanden.

Zu den Themen gehören: die Fragen der Gentrifizierung, die Umbenennung von Kolonialstraßen im Afrikanischen Viertel, das Sozialmanagement am Leopoldplatz, das Verhältnis der Gemeinde zum Flughafen Tegel, die Protestpostkarten von Otto und Elise Hampel sowie Beobachtungen der Wedding Community im weiteren Sinne. Jedes Stück wird mit einem Text begleitet, der weitere Details zu unseren Interpretationen dieser Themen enthält.

Ein weiterer Aspekt dieses Projekts ist eine Serie von acht kleineren Designs, die als Postkarten präsentiert werden. Unsere Auswahl an Postkarten zeigt, was außerhalb des touristischen Aspekts liegt. Die Kulturgeschichte der Postkarte bedeutet, dass das, was auf ihrer Vorderseite platziert wird, einen symbolischen Sockel erhält. Dies ist ein Bereich, der normalerweise für das Ikonische reserviert ist. Wir hoffen, dass diese neuen Postkartenformen die Geschichte der Postkarte verändern, um Einblicke in unterrepräsentierte, aber wichtige Menschen, Geschichten und Orte zu geben. Wir hoffen, dass diese Postkarten ihren Weg woanders finden können, um eine alternative Sicht auf Wedding und Berlin zu vermitteln. » — Anne Fehres and Luke Conroy

Eröffnung 21. Februar 2019 – 22. März 2019

https://www.annefehres.com/
https://www.luke-conroy.com/
@news_from_home

 

#17 // Grow // Lars Plessentin

Vitrine Blanche #17 // Grow // Lars Plessentin
Kuratorin : Honorine Bergé

Lars Plessentin ist ein Berlin lebender deutscher Künstler, der seit 2010 als freiberuflicher Fotograf arbeitet und sich auf abstrakte und konkrete Fotografie konzentriert.

« Auch wenn wir es nicht immer vor Augen haben, unser gesamtes Leben ist vom Wachsen durchzogen. Egal ob über uns hinaus, mit unseren Aufgaben oder aus unserer Kleidung, wir wachsen fast ununterbrochen und merken es meist erst im Nachhinein. In seiner Serie Grow schafft Lars Plessentin nun ganze Räume eben dieses Wachsens. Mit gefalteten Folien, verschiedenen Formen und kräftigen Farben gießt Plessentin ganze Gewächshäuser der Mehrdeutigkeit. Beim Betrachten kann man minutenlang den Fokus auf verschiedene Bereiche legen und die Verbindung aus Bekanntem und Unbekanntem auf sich wirken lassen. Plessentins Werke decken einen Kosmos der Kunstbegeisterung ab, in dem, ähnlich wie in den von ihm geschaffenen Räumen, jeder eine Ecke findet, die er zu seiner machen könnte, sofern er denn will. Am Ende des Tages hält Lars Plessentin die Serie aber wie das Wachsen – nicht aufdringlich aber trotzdem sehr präsent.

In Grow hat Plessentin seinem Stil folgend ein Haus voller Räume geschaffen, das alle einlädt, loszulassen und das Farbenspiel in der Tiefe des Wachstums zu spüren. » Hanns Segelcke

Eröffnung 26. Januar 2019 – 20. Februar 2019

@lars_plessentin

#16 // Homeland // Tara Deacon

Vitrine Blanche #16 // Homeland // Tara Deacon
Kuratorin : Honorine Bergé

Tara Deacon ist eine südafrikanische Illustratorin, die in Berlin lebt und arbeitet.

Ihre Bilder bereichern eine nostalgische Mischung aus Erinnerungen, Orts- und Alltagsreflexionen. Ihre Arbeit untersucht oft Themen aus ihrem Land, Bilder, die von den Früchten, Pflanzen, Charakteren und dem Licht ihrer Heimat bevölkert sind.
Die Ausstellung Homeland markiert eine Zeit der Wiederentdeckung und Faszination für den Geburtsort des Künstlers, Südafrika, nach 3 Monaten ausgedehnter Reisen Anfang 2018 durch die Stadtlandschaft, die Natur und die Interaktion mit Menschen. Die Gemäldeserie bezieht sich auf das Licht, die Farbe und den Optimismus, die sie während ihrer Reise empfindet, und wurde als eine Serie von 8 limitierten Kunstdrucken in limitierter Auflage geschaffen.

Die in der Vitrine Blanche gezeigten Illustrationen laden Passanten und Mirage-Gäste ein, in Taras farbenfrohe und menschlich sprechende Welt einzutauchen.

Eröffnung 24. November 2018 – 21. Dezember 2018

https://taradeacon.com/
@taradeacon

#15 // Analog Dialog // Roméo Bergé

Vitrine Blanche #15 // Analog Dialog // Roméo Bergé
Kuratorin : Honorine Bergé

Biologiestudent, Roméo Bergé interessiert sich für die von der Natur erzeugten Formen.
Sein Interesse an der Filmfotografie ist auf die Neugier zurückzuführen, die er für einen Prozess hat, der ein gewisses Maß an technischem Wissen erfordert.

Weit entfernt von der iPhone-Kamera, die den Realismus des gegenwärtigen Moments perfekt reproduziert, hat die analoge Fotografie eine experimentelle Beziehung zur Realität: ein Bild ist nicht mehr die exakte Kopie eines Moments, es ist seine Interpretation. Ob erfolgreich oder nicht erfolgreich, es entsteht aus der Wiedergabe eine spontane Energie, die Roméo Bergé durch diese Ausstellung hervorheben möchte.

In einem Spiel von Transparenz und Superposition aufeinander bezogen, schaffen die neun Bilder neue visuelle Territorien. Die Ausstellung ist ein Dialog zwischen mineralischen, organischen und farbenfrohen Texturen, aber auch ein Dialog zwischen der Energie jedes Bildes in Bezug auf das Innere und das Äußere der Vitrine Blanche.

Die Inszenierung von Bergé Blanche (Honorine) -Kuratorin der Ausstellung, spiegelt die Transparenz des Materials wider, die für die Transparenz des künstlerischen Ansatzes verwendet wurde.
Roméo äußert sich damit “Was mir im Film-Fotografie-Prozess gefällt, ist die Überraschung der Entwicklung. Ich sehe keine gescheiterten oder gelungenen Bilder, ich sehe in jedem festgehaltenen Moment eine authentische Schönheit. Aus diesem Grund benutze ich nicht Rendering-Programme, um ein Bild zu bearbeiten: es muss so natürlich bleiben wie die Formen, die ich fotografiere.“ Roméo Bergé

Eröffnung 27. Oktober 2018 – 24. November 2018

@romeo.brg

#14 // Portrait No65 // No65 – Street Photography

Vitrine Blanche #14 // Portrait No65 // No65 – Street Photography
Kuratoren : Jochen Küpper und Stephanie Fenner

Einheit entsteht aus Differenz.
Alltag, Kunst und Augenblick gehören zusammen und stellen unterschiedliche Stränge der gleichen Erzählung dar. Sie drücken vielfältige Aspekte desselben Gefühls aus: Veränderung als die Entstehung von etwas Neuem.

No65 entstand im ehemaligen Stattbad Wedding als Fotoprojekt von Anna Niedhart. In Zusammenarbeit mit den Fotografen Marc Brinkmeier und Peter Lorenz wurden über vier Jahre hinweg Situationen, Menschen und Eindrücke aus dem Berliner Stadtteil Wedding fotografiert. Dabei geht es darum, das kontrastreiche Nebeneinander ungleicher Lebensrealitäten festzuhalten und damit eine spannungsgeladene Analyse des Alltags zu bebildern.

Die unterschiedlichen Konzepte und Stile der Fotografen spiegeln dabei die inhaltliche Vielfalt ihres Sujets wider. Dadurch greift das Konzept der No65 Fotokollektion den für den Stadtteil Wedding symptomatischen Stilreichtum auf und kreiert eine faszinierende Mischung aus Schnappschüssen, Reportagen und Porträts. Diese Langzeitdokumentationen zeichnen sich durch ihre Nähe zum Geschehen sowie die feine Beobachtungsgabe und Ausdauer ihrer Macher aus. Mit einer Ausstellung von zwölf plakatgroßen Fotos am Nettelbeckplatz an der Außenfassade des Weddinger Mirage macht die Agentur Rainbow Unicorn nun die Bilder den Menschen und der Straße wieder verfügbar. Außerdem präsentiert der gleichnamige Bildband eine Selektion der Fotografien nun erstmals vereint in einem Buch.

In diesen Wedding-Impressionen zeigt Anna Niedhart die Schönheit des Unperfekten, starke Charaktere und komische bis groteske Momente, die sie zum Teil mit dem Handy fotografiert. Ihre Fotos sind Schnappschüsse und Momentaufnahmen, in denen sie Straßenszenen fixiert.

Die dokumentarischen Sozialstudien von Marc Brinkmeier sind vor allem eine Suche nach dem Inneren des Menschen. Seine Fotos porträtieren die Anwohner und Ladenbetreiber der Gerichtstraße seit 2014. Peter Lorenz arbeitet gerne mit abstrahierten Bildkompositionen. In diesem Stil fotografiert er das verlassene Stattbad Wedding, Inszenierungen eines Fashiondandys, Streetstyles sowie Straßenportraits der Müllerstraße.

Eröffnung 25. August 2018 – 14. September 2019