#15 // Analog Dialog // Roméo Bergé

Vitrine Blanche #15 // Analog Dialog // Roméo Bergé
Kuratorin : Honorine Bergé

Biologiestudent, Roméo Bergé interessiert sich für die von der Natur erzeugten Formen.
Sein Interesse an der Filmfotografie ist auf die Neugier zurückzuführen, die er für einen Prozess hat, der ein gewisses Maß an technischem Wissen erfordert.

Weit entfernt von der iPhone-Kamera, die den Realismus des gegenwärtigen Moments perfekt reproduziert, hat die analoge Fotografie eine experimentelle Beziehung zur Realität: ein Bild ist nicht mehr die exakte Kopie eines Moments, es ist seine Interpretation. Ob erfolgreich oder nicht erfolgreich, es entsteht aus der Wiedergabe eine spontane Energie, die Roméo Bergé durch diese Ausstellung hervorheben möchte.

In einem Spiel von Transparenz und Superposition aufeinander bezogen, schaffen die neun Bilder neue visuelle Territorien. Die Ausstellung ist ein Dialog zwischen mineralischen, organischen und farbenfrohen Texturen, aber auch ein Dialog zwischen der Energie jedes Bildes in Bezug auf das Innere und das Äußere der Vitrine Blanche.

Die Inszenierung von Bergé Blanche (Honorine) -Kuratorin der Ausstellung, spiegelt die Transparenz des Materials wider, die für die Transparenz des künstlerischen Ansatzes verwendet wurde.
Roméo äußert sich damit “Was mir im Film-Fotografie-Prozess gefällt, ist die Überraschung der Entwicklung. Ich sehe keine gescheiterten oder gelungenen Bilder, ich sehe in jedem festgehaltenen Moment eine authentische Schönheit. Aus diesem Grund benutze ich nicht Rendering-Programme, um ein Bild zu bearbeiten: es muss so natürlich bleiben wie die Formen, die ich fotografiere.“ Roméo Bergé

Eröffnung 27. Oktober 2018 – 24. November 2018

@romeo.brg

#04 // ERASED // Sp38

VitrineBlanche #04 // ERASED // Sp38
Kuratoren : Jochen Küpper und Stephanie Fenner

Erased – Effacé – Ausradiert

ERASE die Wände, die Stadt, die Erinnerungen, 1UP, Kindheit, Geschichte, Worte, Leben, leere Denkmäler, Hoffnung, Unschuld, Träume, Zeichen, grüne Bäume.
ERASE Geschichte, sowohl neu als auch distanziert.
ERASE das Vergessen, überschreibe die Erinnerung.
ERASE die Arbeit, bevor sie fertig ist, beseitige die eigene Arbeit, indem du sie mit ihrer eigenen Kopie bedeckst. Beseitige die grausamen kristallinen Nächte mit sich wiederholenden blutroten Slogans wie so viele stumme, langsam unleserliche Worte.

ERASED wurde auf eine große Papierrolle geschrieben, die im Mülleimer eines Kindergartens gefunden wurde. Die Serie lief, bis das Papier ausging. Der erste kam am Tag des Todes von Fidel Castro auf die Straße … hauptsächlich in Berlin, Paris, Seoul, Wilhelmshaven … Verwandle ein Stück Mauer, das in einer starren historischen Straße verloren gegangen ist, in ein sich entwickelndes und unvollendetes Kunstwerk, das den Inhalt durch Auslöschen verspottet und dieselben Zeichen, dieselben Formen und dieselben nutzlosen Wiederholungen ersetzt.
“Street art must reinvent or erase itself before it’s too late.”
SP38, Berlin 2017

Eröffnung 15. Dezember 2017 – 1. Januar 2018

@sp.38

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#03 // Wedding von oben // Antonia Meißner

Vitrine Blanche #3 // Wedding von oben // Antonia Meißner
Kurator : Jochen Küpper

Die Serie „above Wedding“ entstand in dem Zeitraum zwischen 2013 – 2016 und hält Momente fest, die wir täglich auf dem Bürgersteig, auf der Straße oder in der Fußgängerzone erleben und sofort wieder vergessen. Aus der Vogelperspektive findet man jedoch zahlreiche besondere Details, die die zufälligen Begegnungen in neuem Licht wirken lassen.

Als gelernte Fotografin liegt Antonia auch das Handwerk sehr am Herzen, die analogen Bilder wurden von ihr selbst im Stattlab entwickelt und vergrößert. Antonia’s Kunst fängt tägliche Geschehnisse ein und lädt den Betrachter ein, ihre Welt mitzuerleben. Das Spiel mit Licht und Schatten erschafft in ihren Bildern eine surreale Welt.

www.antoniameissner.de

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#02 // The Colours of Analogue Iceland // Eglė Duleckytė

Vitrine Blanche #02 // The Colors of Analogue Iceland // Eglė Duleckytė
Kurator : Jochen Küpper

„The Colours of Analog Island“ lädt ein, in die magischen und ätherischen Farben – weiß, Rosé und gold – einzutauchen. Die Fotografin Eglė Duleckytė entdeckte diese Erfahrung, als sie im Februar 2017 durch Islands Süden und Südosten reiste. Die Ausstellung initiiert die Idee von Mirage Bistrot als Projektraum für Kunstinstallationen – Vitrine Blanche – ein 24 Stunden geöffneter Raum für Kunst und Ideen.

Eglė Duleckytė ist eine Amateurfotografin mit dem Schwerpunkt analoge Fotografie. Die meisten ihrer Foto-Geschichten erfassen die urbanen Landschaften von ihren Reisen in die USA, Mexiko und Europa sowie von den großen Metropolen wie London und Berlin, wo sie seit 5 Jahren lebt. Ihre Reise nach Island Anfang dieses Jahres gab ihr jedoch die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden und in die Naturlandschaft einzutauchen.

http://cargocollective.com/duleckyte
https://duleckyte.exposure.co/analogue-iceland
@analog.egle
@duleckyte

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#01 // Jardin Rouge // Bart van Kersavond

Vitrine Blanche #01 // Jardin Rouge // Bart van Kersavond
Kurator : Jochen Küpper

Seit über 10 Jahren ist Bart van Kersavond auf der Suche nach Kunst im öffentlichen Raum. Was als Hobby begann, entwickelte sich über Jahre zur Lebensart, die er in seinem Blog urbanpresents.net mit dokumentiert: egal in welchem Teil der Welt er unterwegs ist, die Suche bringt ihn an kreative Orte, an denen er sich besonders wohlfühlt.

Bart verfolgte über mehrere Besuche in Marrakesch die rasante Urban Art Entwicklung: von lokalen Graffiti-Schmierereien und Fussballfanclub Murals über erste internationale Künstler bis hin zum Streetart Festival mb6streetart. Das Highlight aber ist der Jardin Rouge: eine private Künstlerresidenz 20 Km außerhalb von Marrakesch. Dieses große Gelände ist für auserwählte internationale Künstler, sowie Kunstliebhaber und Experten ein pulsierender Treffpunkt und Ort der inspiration. Die erste Reise dorthin ist ein kleines Abenteuer: mit einer hand-skizzierten Karte fährt der Besucher durch kleine Dörfer, überquert ein leeres Flussbett, um dann über Schottersteine den Jardin Rouge zu erreichen.

Diese Künstleroase überwältigt einen mit ihrer Fülle an Farben. Wohin man auch blickt, einfach alles ist bemalt. Nach einer Führung mit Vorstellung der aktuellen Bewohner kann der Gast es sich im Wohnzimmer bei einem Minztee gemütlich machen oder das Gelände entdecken, um viele Fotos zu machen. Mit seiner ersten Ausstellung will Bart euch einen kleinen Einblick in diese Oase gewähren.

http://montresso.com/la-fondation-montresso/jardin-rouge/

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