#13 // The Human In Me // GINNNI

Vitrine Blanche #13 // The Human In Me // GINNNI
Kuratoren : Damien Sahri und Stephanie Fenner

Unter dem Motto „Menschen sind die besseren Hunde“ vereint GINNNI Parallelen zwischen Hund und Mensch. Ob in zwischenmenschlichen Beziehungen oder situativen Verhaltensmustern, uns umgibt oft eine scheinbar gewählte Unfreiheit, die uns fern hält von der Isolation. Isolation lässt die Seele verkümmern. Es gibt kaum etwas was dem Menschen so sehr Angst bereitet, wie die Einsamkeit. Daher lohnt es sich, die ein oder andere Freiheit abzugeben, um Teil von etwas zu sein, wenn auch nur gefühlt. Was wir dann fühlen ist Sicherheit, die uns beim Untergehen in der erstickenden Masse begleitet. Eben wie ein Hund. Er unterwirft sich und bekommt dafür seinen Platz im Rudel. Ein von Wölfen abstammendes Tier, welches sich zähmen ließ um die Vorteile der Sicherheit zu genießen. Mancher Hund liebt seine Ohnmacht so sehr, dass er irgendwann fähig ist, seine Leine selbst zu tragen. Obwohl Freiheit und Individualität dem modernen Menschen viel bedeuten, so verzweifelt er doch an ihrer Unabhängigkeit. Was wäre würde er unabhängig von anderen eigene Entscheidungen treffen? Vielleicht wäre er dann wenigstens nicht überfordert, nur einen Tag mit sich selbst zu verbringen.

Virginia Bartocha a.k.a GINNNI lebt seit 2 Jahren in Berlin und hat bis vor kurzer Zeit Biologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin studiert um als Lehrerin tätig zu werden. Dieses Studium hat sie abgebrochen, um künstlerisch zu arbeiten und im nächsten Jahr ein Studium im Bereich der visuellen Kommunikation zu starten. Die meisten Ideen holt GINNNI sich aus ihrem alltäglichen Leben. Oft setzt sie sich kritisch mit ihren Verhaltensweisen und Gedanken auseinander und versucht diese in ihren Bildern zu reflektieren.

Eröffnung 3. August 2018 – 24. August 2018

@ginnnifart